Mittwoch, 23. Oktober 2013

Tag 127 - Uff

Fluoxetin 0-0-0
Seroquel 0-0-25
+ Folsäure & B Vitamine

Nur ein kurzes Update: Ich lebe noch und nach der letzten Reduktion vor 2 Wochen geht es seit heute glaube ich wieder aufwärts.
Da kam ganz schön viel zusammen die letzten Wochen.Viel Stress und dann auch noch die Absetzerscheinungen. Aber ich hoffe, dass ich das Schlimmste jetzt überstanden habe. Heute ist der erste Tag seit einer Woche, an dem ich bisher noch nicht den Tränen nah war.

Positiv: Ich komme seit ein paar Tagen sowas von sensationell gut aus dem Bett morgens. Das kannte ich gar nicht mehr!

Nachher dann Zwischenstand-Termin beim Psychiater. :)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Tag 113 - Es geht.


Fluoxetin 0-0-0
Seroquel 0-0-50
+ Folsäure & B Vitamine

Seit gut 3 Wochen ist das Fluoxetin jetzt auf 0 und ich hoffe, dass da jetzt das Gröbste ausgestanden ist. Insgesamt gehts mir eigentlich ganz gut, muss ich sagen. Nach dem letzten Schritt gab es keine erkennbare Tiefphase, wie zuletzt nach jeder Reduzierung.
Allerdings merke ich schon, dass ich in den letzten 1-2 Monaten dünnhäutiger geworden bin, also sensibler. Kleinigkeiten bringen mich manchmal völlig aus der Fassung und die Tränen kommen doch öfter, als ich es gern hätte. Immerhin meistens, weil ich von irgendwas total gerührt bin, manchmal aber auch vor Wut.
So wie letztens, als ich ein Projekt starten wollte, für das ich extra eingekauft hatte, und dann die Bohrmaschine wie vom Erdboden verschluckt war (ist sie übrigens immer noch). Ich hatte mich drauf gefreut, das zu machen und dann ging es nicht und ich hab mich echt tierisch aufgeregt. Ja inkl.Heulanfall. Unglaublich. Ich hab mich dabei selbst beobachtet und den Kopf geschüttelt bzw. mich geärgert, dass ich mich so ärgere und aus der Fassung bringen lasse.
Aber ansonsten heule ich nicht mehr permanent los. Das Gefühl, ich würde gerne, kommt aber trotzdem noch regelmäßig.
Keine Ahnung, was davon jetzt noch Absetzerscheinungen sind und wo vielleicht einfach meine Persönlichkeit zum Vorschein kommt. So oder so müssen dann halt entweder Skills herhalten, von denen ich nach 7 Jahren Therapie ja eigentlich genug habe, oder eben die Tränen raus. Ist ja kein Verbrechen.

Ich überlege jetzt, wie mit dem restlichen Seroquel am besten weiterverfahre.
Der Enthusiasmus, die nächsten Reduzierungen am liebsten so schnell wie möglich anzugehen ist ein bisschen verschwunden. Ich bin die zu erwartenden Nebenwirkungen einfach etwas leid langsam und müde, den Kram noch öfter durchmachen zu müssen. :/
Ich frage mich, ob ich jetzt auf 25mg gehe und dann irgendwann abschließend auf 0. Oder ob ich Zwischenschritte einlege. Von Zwischenschritten würde ich mir versprechen, dass ich vielleicht keine oder kaum Nebenwirkungen spüre. Aber wenn sie vielleicht eh kommen, kann ich auch gleich einen größeren Schritt gemacht haben. Dann lohnt es sich wenigstens. So in der Art...
Wenn ich so drüber nachdenke, werde ich jetzt glaube ich auf 25mg gehen und dann vor 0 auf jede Fall noch einen Zwischenschritt einlegen, allein schon für meinen Kopf. Immerhin habe ich mich jahrelang darauf verlassen, durch das Medikament einschlafen zu können.

Apropos Schlaf, ich merke schon, dass mein Schlaf leichter geworden ist und es gibt auch Nächte, da schlafe ich schlecht ein. Da fehlt dann plötzlich die "Keule" vom Seroquel, die mich sonst zielsicher ins Land der Träume befördert hat. Seltsam, weil ich ja die Dosis nicht geändert habe am diesen Abenden. Naja, vielleicht ist es einfach dadurch, dass es schwächer dosiert ist, nicht mehr 100% zuverlässig.

Aber dadurch merke ich: Es ist kein Weltuntergang, wenn man mal nicht einschlafen kann. Jedenfalls so im Moment nicht. Am drauf folgenden Abend bin ich meistens dann so müde, dass ich wunderbar schlafe.
Solange das so bleibt, kann ich damit leben. Nur längerdauernde Schlaflosigkeit würde extrem belastend werden aber darüber mach ich mich jetzt mal noch keine weiteren Sorgen.